Schlauchboot
Der wohl bekannteste Bootstyp ist das Schlauboot. Diese Boote bestehen aus einem Schlauch als Rumpf. Die modernen Schläuche werden inzwischen, wie bei anderen Booten, aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt. Man setzt aber auch gummiertes Gewebe wie Hypalon, synthetischen Gummi, Synotex, Kunststoff-Folie oder PVC bei der Fertigung ein. Schlauboote zählen als unsinkbar und werden deswegen auch bevorzugt bei der Seenotrettung oder als Rettungsboot bei einem Schiffunglück eingesetzt. Sie sind nach Norm als Rettungsboot klassifiziert.
Schlauboote werden in vier Klassen eingeteilt. Es gibt das voll aufblasbare Schlauboot, das man beispielsweise als "Badeboot bzw. Gummiboot" einsetzt oder sowie den voll aufblasbarem Schlaubooten mit festen und aufblasbaren Einlegeböden. Feste Einlegeböden bestehen oft aus Holz oder GFK. Der Vorteil eines Schlaubootes mit aufblasbaren Einlegeboden besteht in der kompakten Verstauung. Sie können auf kleinsten Raum gelagert werden und bei Nutzung bis zu 8,5 Meter lang sein und mehreren Personen Platz bieten.
Zudem gibt es noch das Festrumpfschlauchboot aus Aluminium oder GFK. Diese sind sehr leicht, sehr robust und werden deswegen auch als RIB (Rigid Inflatable Boat) bezeichnet.
Die Haltbarkeit eines Schlaubootes hängt in erster Linie von dem Material und der Qualität der Verarbeitung ab. Denn jedes Schlauchboot verliert mit der Zeit Luft. Bei hochwertigen Booten ist das Ventil die einzige Leckstelle, bei Materialien minderere Qualität verliert man auch dadurch Luft. Je nach Qualität und Alter des Bootes muss man es jeden Tag bis einmal im Monat nachpumpen. Hochwertige Schlauboote können bei guter Pflege bis zu 15 Jahre eingesetzt werden.